Rennsteig: 7. Etappe

with Keine Kommentare

Masserberg – Limbach: 15.09.2022

Heute Morgen beim Aufstehen (Wir haben die Nacht im Hotel Oberländer in Masserberg verbracht) war ich noch skeptisch. Die Geräusche von draußen verhießen nichts Gutes. Es hörte sich nach Regen an. Nach dem Frühstück, als wir die Taschen gepackt und an der Rezeption abgegeben hatten, trauten wir unseren Augen nicht. Der Regen hatte aufgehört. Mutig wie wir waren, verpackten wir unsere Regenpellen in den Rucksäcken und stellt euch vor, wir mussten sie den ganzen Tag nicht herausholen.

14 km als Tagesstrecke, so denken wir, sind nichts für erfahrene Rennsteigwanderer wie wir welche sind (nach der sechsten Etappe und 100 km). Deshalb beschlossen wir zwei Abstecher. Der Abstecher zur Werraquelle war schnell geplant und gelaufen. Lohnenswert ist der Besuch der Ausflugsgaststätte dort. Verfügt sie doch über eine interessante Außenanlage in der die Quelle präsentiert wird. Die Gastronomie haben wir nicht ausprobiert. Dafür waren wir zu früh und auch das Frühstück lag noch nicht lange genug zurück. Der Wirt sagte uns, möglicherweise stehen in Zukunft auch Unterkünfte zur Verfügung.

Der zweite Abstecher war etwas weiter. Es bestätigt sich einmal wieder die Regel, traue keiner gestrichelten Linien bei OSM, die keinen Namen hat. Aber wir haben die Stelle gefunden, an welcher der ICE aus dem Berg heraus kommt, bevor er gleich wieder im nächsten Berg verschwindet. Drei wirklich drei ICE haben diese Stelle innerhalb einer halben Stunde passiert als wir vor Ort waren. Und wir haben sie alle drei gesehen. Das war ein Highlight, jedenfalls für Rainer (aber für mich auch).

Vom Tunnel Loch zurück zum Rennsteig sind wir auf dem weiteren aber dicken Weg gegangen. Man bekommt mehr Schritte, mehr Kilometer und man kommt auch schneller vorwärts. Von der Eisfelder Ausspanne bis zum Hotel Thomas Müntzer (immerhin mehr als 10 km) haben wir dann noch 2 1/2 Stunden benötigt.

Unser Hotel, das Gasthaus Thomas Müntzer, könnte man auch “das Wirtshaus am Grümpen” nennen. Der Weg der hierher führt, ist eine asphaltierte Straße. Diese Straße führt durch eine Schlucht. Links geh’s bergauf, rechts geht’s bergab und in der Mitte ist gerade Platz für eine Straße, dieses Wirtshaus und einen Bach, den Grümpen. Aber wir sind nicht alleine hier. Das Haus scheint voll zu sein.

Etappe 7 mit Abstechern zur Werraquelle und zur Saubachbrücke. Leider habe ich erst an der Saubachbrücke bemerkt, dass meine Tracking Maschine nicht aktiviert ist. So musste ich diese Etappe mit OSM nachstellen. Die gelbe Flagge markiert die Saubachbrücke über die der ICE gefahren ist.

Vor dem Start ein Blick zurück zum Oberländer, (unseren Quartier in Masserberg) einem Hotel, das sicherlich schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Der Übernachtungsgast erkennt es auch an den vielen historischen Fotos in der Gaststube. Die Bedienung ist nicht auf den Mund gefallen, aber dennoch stets um das Wohl des Gastes besorgt.
Am Ortsausgang von Masserberg, direkt am Rennsteig gelegen, gibt es einen Aussichtsturm. Die Besteigung kostet einen Euro. Der Automat akzeptiert auch kleinere Münzen, solange sie nicht überwiegend aus Kupfer bestehen. Leider bekommen wir nicht genug Kleingeld zusammen um den Turm zu ersteigen. Wer weiß, was wir von dort oben alles nicht entdeckt hätten, bei diesem Wetter.
Das Ausflugsziel Werraquelle ist ein Loch aus welchem frisches Wasser kommt, es ist einer Ausflugsgaststätte ausgestattet. Zum Glück für die Betreiber der Ausflugsgaststätte ist das Wasser der Werraquelle kein Trinkwasser.
Die Quelle der Werra. Schön eingefasst und nicht zu übersehen. Wer aus ihr trinkt wird …
Das Wasser der Quelle wird in einem Teich gesammelt, bevor es in die Welt geschickt wird. Über dem Teich thront ein hölzerner Aussichtsturm der dank der langen Rampe ganz ohne Stufen zu betreten ist.
Alte knorrige Buchen, sicherlich die Eltern der kleinen Bäume im Hintergrund.
Das Loch im Berg, aus dem der ICE kommt, bevor er gleich wieder im nächsten Berg verschwindet. Die Saubachbrücke. Der Umweg und das Warten auf die Züge hat uns bestimmt 3 Stunden gekostet.
Der Weg ist manchmal ein bisschen gruselig.
Stein oder Baum. Wer ist wohl älter?
Blick auf Friedrichshöhe
Der Dreistromstein, eine besondere Wasserscheide. Von hier fließt das Wasser in drei Richtungen ab. In Richtung Rhein, in Richtung Weser und in Richtung Elbe.
Ein angenehmer Abschnitt des Rennsteiges. Breit genug um zu zweit nebeneinander zu gehen, aber nicht geteert oder betoniert.
Nach einem Abstieg von ca. 200 Metern innerhalb von 2 km erreichen wir das Wirtshaus im … . Nein das Gasthaus Thomas Münzer am Grümpen, einem Fluss, in dem es Gold geben soll. Wir wurden freundlich aufgenommen, gut bewirtet und am nächsten Morgen sogar vom Wirt mit seiner Motorkutsche auf den Berg nach Limbach gebracht, wo wir am Abend den Rennsteig verlassen hatten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert